Am Wolfgangsee

Hotel Weißes Rössl ©STMG
Hotel Weißes Rössl ©STMG

Personen und Handlung

"Im weißen Rössl"? "Am Wolfgangsee"? Etwa noch nie davon gehört? Macht nichts, denn auf dieser Seite versuchen wir euch dieses "unsterblich, ewig junges Meisterwerk" näherzubringen, dass seit Jahrzehnten und Generationsübergreifend immer wieder aufs Neue begeistert.

Erfahrt hier alles über die Geschichte des verliebten Oberkellners Leopold, der mit seinem Charme zwar die unzufriedenen Gäste beruhigt, aber mit seinen Annäherungsversuchen bei seiner Herzensdame und Chefin Josepha Vogelhuber weniger Erfolg hat. Die ist nämlich ihrerseits in den Berliner Rechtsanwalt Dr. Otto Siedler - einem langjährigen Stammgast - verliebt, dessen Besuch von einem anderen Gast ebenfalls ungern gesehen wird: dem Fabrikanten Wilhelm Giesecke. Dieser weilt nur auf Drängen seiner Tochter Ottilie - die sich nicht daran hindern lässt den Avancen von Dr. Otto Siedler nachzugeben - hier im Urlaub. Der Besuch des Kaisers wirbelt den turbulenten Liebesreigen kräftig durcheinander.

Eine umfassende Inhaltsangabe findet Ihr übrigens unter diesem Link.


Geschichte

 

Die Operette "Im weißen Rössl" hat viele Väter. Als Vorlage für das Singspiel von Ralph Benatzky - das in drei Akten dargeboten wird - diente ein gleichnamiges Alt-Berliner Lustspiel (komplett nachzulesen unter) von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg dass die beiden Autoren 1896  während eines Aufenthaltes in der Villa Blumenthal in der Nähe von Bad Ischl schrieben.

Das Stück war eine von Regisseur Erik Charell produzierte Revueoperette, mit der der Intendant des Großen Schauspielhauses in Berlin seine Serie von erfolgreichen Historischen Operetten fortsetzte (vorangegangen waren mit einem ähnlichen Produktionsteam Casanova, 1928 und Die drei Musketiere 1929). Der Chefdramaturg der Ufa, Hans Müller, wurde beauftragt, den alten Schwank von Blumenthal und Kadelburg aus dem Jahr 1898 zu einer Operette umzuformen. Das Singspiel wurde am 8. November 1930 im Großen Schauspielhaus in Berlin uraufgeführt.

Herauszuheben ist die Information dass das Werk im nationalsozialistischen Deutschland wegen seiner jüdischen Mitautoren verboten und wegen des despektierlichen Umgangs mit „Folklore“ als  "entartet“ gebrandmarkt. Besonders auch die als skandalös empfundene Badeszene erregte den Ärger der Nationalsozialisten. Eine detaillierte, ausführliche Beschreibung findet Ihr hier.

Cast and Plot

„Im weißen Rössl“? „Am Wolfgangsee“? Never heard of it before? No problem. On this page we'll try to introduce you to this „ageless masterpiece“ which has been delighting young and old across generations for decades.

Here you'll learn everything about the story of enamored head waiter Leopold who manages to calm disgruntled guests with his charm but is less successful in wooing the object of his affections, his boss Josepha Vogelhuber. For she is in love with lawyer Dr. Otto Siedler from Berlin (a longtime regular guest) whose visit is also viewed with hostility by another guest: industrialist Wilhelm Giesecke. He is only spending his holiday there at the insistence of his daughter Ottilie - who isn't shy in giving in to Dr. Siedler's advances. A visit by the Emperor brings even more chaos to this turbulent, emotional merry-go-round.

You can find a comprehensive summary by following this link.


History


The operetta „Im weißen Rössl“ has many fathers. The musical comedy in 3 acts by Ralph Benatzky was based on an old Berlin comedy of the same name (complete text available at) by Oskar Blumenthal and Gustav Kadelburg who wrote it in 1896 during a stay at Villa Blumenthal near Bad Ischl.

The play was a revue operetta produced by director Erik Charell who, as theater manager of Großes Schauspielhaus in Berlin, continued his series of successful historical operettas with it (it succeeded Casanova in 1928 and 3 Musketeers in 1929, all with a similar production team). The chief dramatic advisor of Ufa (famous German motion-picture production company), Hans Müller, got commissioned to transform the old comedy by Blumenthal and Kadelburg from 1898 into an operetta. The musical comedy premiered on November 8th 1930 at the Großes Schauspielhaus in Berlin.

It should also be mentioned that the play was banned in Nazi-Germany due to some of the contributing writers/composers being Jewish and got denounced as „degenerated“ because of its disrespectful handling of "folklore". The bathing scene in particular was seen as scandalous and provoked the anger of the National Socialists. You can find a detailed description here .