Episode 92

[Das letzte Mal bei Hand aufs Herz]

 

Bea: Sie sind schwange r? Von wem?

Michael: Sie wissen nicht von wem?

Caro: Klar weiß ich das. Von Ben.

Ben: Mann, pass doch auf...

Bea: Hey.

Ben: Ich dachte, du seist einer von diesen Idioten.

Bea: Caro hat noch nicht mit dir gesprochen?

Ben: Könntest du mir bitte erklären, wovon du redest?

Bea: Caro ist schwanger. Von dir.

 

Intro

 

Ben: Caro und schwanger? Der war gut. Du hast da was verwechselt. Sophie ist schwanger, nicht Caro.

 

Bea: Die Schwangerschaftstests auf dem Mädchenklo waren von Caro, nicht von Sophie. Ich dachte, sie hat längst mit dir gesprochen.

 

Ben: Das ist unmöglich.

 

Bea: Es tut mir leid. Ich wollte nicht, dass du es so erfährst.

 

Ben: Schon okay. Du, ich... scheiße.

 

[Konrektorzimmer]

 

Alexandra: Julian hast du eine Minute?

 

Julian: Kommt drauf an.

 

Alexandra: Und worauf?

 

Julian: Ob mir gefällt, was du willst.

 

Alexandra: Das Volleyballfeld ist nach dem Winter komplett hinüber. Ich brauche endlich Fördergelder, um es erneuern zu lassen.

 

Julian: Ich hab zutun.

 

Alexandra: Julian!

 

Julian: Du hast grade erst eine Budgetaufstockung bekommen, schon vergessen? Ich hab mich beim Elternrat für dich eingesetzt.

 

Alexandra: Ja und das war großartig, aber das Geld reicht nicht, um ein neues Spielfeld ausheben zu lassen.

 

Julian: Na dann improvisiere, das kannst du doch so gut.

 

Alexandra: Ich bin nicht das Vorzimmerlämpchen Jäger, also sprich nicht so mit mir.

 

Julian: Und ich bin nicht der Direktor dieser Schule, also geh mit deinen Geldwünschen zur Krawzyek.

 

Alexandra: Du weißt genau, was sie sagen wird. Können wir sie nicht endlich loswerden?

 

Julian: Ich hab mich vor dem Schulrat zu oft lächerlich gemacht. Bevor ich nicht wirklich was in der Hand habe, unternehme ich nichts mehr.

 

Alexandra: Julian, schau dich doch mal um. An dieser Schule herrscht das totale Chaos. Sophie Klein verschwindet spurlos, Caro Eichkamp lässt sich schwängern. Sogar unserem Schulrat müsste auffallen, dass hier jemand völlig überfordert ist.

 

Julian: Wendlandt steht voll und ganz hinter der Krawzyek, auf ihn kann ich mich nicht verlassen.

 

Alexandra: Dann improvisiere. Das kannst du doch so gut.

 

Julian: Sehr witzig.

 

Alexandra: Ich meine, ändere deine Strategie.

 

Julian: Das sagt sich so leicht.

 

[Pestalozzi]

 

Caro: Ich hab dich überall gesucht.

 

Ben: Ich hab dich angerufen.

 

Caro: Ist lautlos.

 

Ben: Sollen wir jetzt über dein Scheiß Handy reden?! Stimmt es?

 

Caro: Ja. Ich bin von dir schwanger.

 

Ben: Und wie kann es sein, dass das jeder Depp an dieser Schule weiß außer mir?!

 

Caro: Ich weiß nicht, wo das durchgesickert ist. Die Vogel und der Heisig haben mich in die Mangel genommen und ich habs ihnen im Vertrauen gesagt.

 

Ben: Was wäre, wenn Bea es mir nicht gesagt hätte? Dann hätte ichs jetzt immer noch nicht gewusst oder was?

 

Caro: Die Vogel hat gequatscht.

 

Ben: Ich hab dich was gefragt.


Caro: Du hast mit mir Schluss gemacht, schon vergessen? Ich war alleine als ich erfahren habe, dass ich schwanger bin. Ich wusste nicht, was ich tun sollte, ob es dich überhaupt interessiert.

 

Ben: Was mich vor allem interessiert, wie das überhaupt passiert sein sollte. Wir haben verhütet, jedes Mal!

 

Michael: Was halten Sie davon, wenn wir ihre Probleme woanders besprechen?

 

Caro: Das geht Sie überhaupt nichts an.

 

Michael: Tun Sie sich selbst einen Gefallen und kommen Sie jetzt einfach mal mit.

 

[Michaels Büro]

 

Michael: Sie müssen nicht reden, wenn Sie nicht reden wollen. Aber um eins klarzumachen, ich bin hier, um Ihnen zu helfen. Und Hilfe werden Sie brauchen.

[Ben lacht verächtlich]

Caro, wissen Ihre Eltern schon Bescheid? Ben. Ihr Vater?

[Rückblick

Caro: Ben ist nicht der Vater. Ich bin von Dir schwanger

Rückblick Ende]

 

Ben: Ich hab’s grade erst erfahren. Ich hatte also noch keine Möglichkeit diese…freudige Botschaft mit meinem Vater zu teilen.

 

Michael: Ihnen beiden ist hoffentlich bewusst, dass Sie mit Ihren Eltern reden müssen. Wenn es für Sie eine Hilfe ist kann ich gern dabei sein.

 

Caro: Nein. Ich will auf keinem Fall, dass unsere Eltern damit reingezogen werden.

 

Michael: DAS wird unvermeidbar sein.

 

Caro: Ich bin volljährig, und er ist es auch.

 

Ben: Caro…wir müssen es ihnen sagen.

 

Caro: Ich will das nicht.

 

 

[Lehrerzimmer]

 

Julian: Ich dachte Sie als Direktorin haben Ihre eigene Kaffeemaschine? Oder haben Sie hier `n guten Freund, der Ihren Kaffee noch `n bisschen verfeinert?

 

Gabriele: Finden Sie Ihre Anspielungen auf meine Krankheit nicht auch langsam langweilig? Ich hatte gehofft, dass Sie sich endlich mal etwas Neues ausdenken würden.

 

Bea: So.

 

Gabriele: Jetzt müssen Sie sich nur noch einen Augenblick gedulden und dann bekommen Sie Ihren Kaffee. Sie wirken auf mich im Moment etwas angespannt. Vielleicht sollten Sie mich doch noch mal auf eine meiner Sitzungen begleiten. Man lernt dort seine negativen Energien in positive umzuwandeln. Glauben Sie nicht uns allen wäre geholfen, wenn wir `n bisschen freundlicher miteinander umgehen würden?

 

Julian: Das könnte sein.

 

 

[Klassenzimmer]

 

Caro: Danke, dass Sie sich so für mich und meine Schwangerschaft einsetzen.

Bea: Caro, das war ein Missverständnis.

 

Caro: Ja, bestimmt.

 

Michael: Hey.

 

Bea: Ich dachte sie hätte es ihm gesagt. Das hatte sie vor. Ich wollte mich nicht einmischen.

 

Michael: Hab ich irgendwas gesagt?

 

Bea: Wie war Euer Gespräch?

 

Michael: Ich hab versucht, den Beiden klarzumachen, dass sie mit ihrem Problem nicht alleine sind. Aber als es dann darum ging, dass wir ihre Eltern benachrichtigen werden, da…ist Caro in Tränen ausgebrochen.

 

Bea: Sie ist überfordert.

 

Michael: Ja. Ben auch. Aber ich glaub, man kann’s den Beiden nicht verübeln.

 

Bea: Hat sich Caro denn schon entschieden?

 

Michael: Das weiß ich nicht. Und Du?

 

Bea: Was ist mit mir?

 

Michael: Ist alles in Ordnung?

 

Bea: Äh ja, ich…mir tun die Beiden nur leid. So ne große Entscheidung zu treffen, in dem Alter. Das ist hart.

 

Michael: Ja, das isses. Naja, ich muss los.

 

Bea: [am Telefon]Miriam ich bin‘s. Hast Du `n bisschen Zeit?

 

[Schulflur]

 

[Caros Handy klingelt]

Caro: Ja? Sophie. Es wurde auch Zeit, dass Du Dich meldest. Bist Du in Sydney angekommen? Wenigstens das hat funktioniert. Hier läuft alles beschissen, die Entführungsgeschichte ist aufgeflogen. Ja. Ja. Die Vogel und der Heisig haben mich mit dem Geld erwischt und wissen auch, dass ich schwanger bin.

 

Ben: Caro?

 

Caro: [ins Telefon]Du ich muss Schluss machen. Dir auch. [und legt auf]

 

Ben: Erst sagst Du mir ewig nichts und jetzt haust Du die ganze Zeit ab. Das bringt doch nichts.

 

Caro: Und was bringt was?

 

Ben: Man, ich will einfach verstehen wie das passieren konnte. Wir haben Kondome benutzt, immer!

 

Caro: Willst Du jetzt behaupten das Kind ist nicht von Dir?

 

Ben: Nee, wieso? Ist das Kind nicht von mir?

 

Caro: Sag mal spinnst du?

 

Ben: Man Caro, du hast damit angefangen.

 

Caro: Ich hatte mit niemandem Sex außer mit dir. Ich hab keine Ahnung wie das passieren konnte. Vielleicht ist ein Kondom gerissen oder sowas. Man, ich bin genauso geschockt wie du.

 

Ben: Hast du ein Termin?

 

Caro: 25. September?

 

Ben: Ich meinte den anderen Termin.

 

Caro: Ich weiß was du meintest. Du gehst selbstverständlich davon aus, dass ich es wegmachen lasse. Damit du mit der Sache nichts mehr zu tun haben musst.

 

Ben: Ich dachte du willst das auch?

 

Caro: Wir reden hier von einem Baby, von unserem Baby. Lässt dich das denn völlig kalt?

 

Ben: Man Caro, willst du jetzt Mutter werden? So kurz vor dem ABI.

 

Caro: Davon rede ich nicht. Ich rede davon wie du dich verhältst. Hast du dich eine Sekunde in mich hinein versetzt? Wie es mir damit geht? Nein, das interessiert dich nicht. Dich interessiert nur wie es weiter geht. Und was kommt jetzt? Willst du mir Geld anbieten? Ja, ihr Bergmanns löst doch alle Probleme mit Geld.

 

Ben: Man, ich begleite dich, ich bin für dich da, aber ...

 

Caro: Weißt du was? Du bist genau so ein Arschloch wie dein Vater.

 

[Flur]

 

Julian: Ich habe gerade an die Worte unserer Direktorin gedacht.

 

Alexandra: Ach, vergiss die doch.

 

Julian: Nee nee, denn sie hat Recht. wir sollten in Zukunft freundlicher miteinander umgehen.

 

Alexandra: Und was soll das bringen?

 

Julian: Ja mit meinen bisherigen Attacken kann sie inzwischen Umgehen. Sie rechnet damit. Ich sollte mal was ganz neues ausprobieren. Naja ein Versuch ist es wert. War's Napoleon oder ... der gesagt hat "wenn du deine Feinde nicht besiegen kannst, dann verbünde dich mit ihnen".

 

Alexandra: Keine Ahnung, was soll das bringen sich mit der Krawczyk verbünden, gegen wen?

 

Julian: Gegen sich selbst.

 

Alexandra: Ich versteh's nicht.

 

Julian: Musst du ja nicht, du wirst sehen.

 

[Bergmannvilla]

 

Steffan: Geht das auch etwas leiser? Es gibt nämlich auch noch Menschen, die müssen Arbeiten. ... Wie? Kein Gegenangriff?

 

Steffan: Was ist los?

 

Ben: Caro, sie ist ... sie ist Schwanger.

 

Steffan: Sie hat es dir also erzählt ja?

 

Ben: Du hast es gewusst?

 

Steffan: Nun ja, ich ...

 

Ben: Wieso weiß es jeder außer mir? Was ist denn das für eine Scheiße.

 

Steffan: Jeder außer dir? Ich verstehe nicht.

 

Ben: Jeder aus der Schule drücken irgendwelche Sprüche... die stecken mir Kondome zu und dann muss ich von Frau Vogel erfahren dass ich Vater werde.

 

Steffan: Du?

 

Ben: Woher weißt du das?

 

Steffan: Ehm, Caro war heute Morgen hier, sie hat dich gesucht. In ihrer Aufregung hat sie es mir erzählt.

 

Ben: Bevor du mir jetzt eine Predigt über Verantwortung und Verhütung halten willst, ich habe aufgepasst. Ich habe keine Ahnung wie das passieren konnte. Ich weiß nicht was ich machen soll.

 

[Büro von Frau Krawczyk]

 

Gabriele: Ja, bitte…

 

Julian: Stör ich?

 

Gabriele: Kommt drauf an.

 

Julian: Ich möchte Sie um Ihre Meinung bitten. Es geht um ein paar Schüler.

 

Gabriele: Sie wollen meine Meinung?

 

Julian: Wenn Sie nichts dagegen haben?

 

Gabriele: Was führen Sie diesmal im Schilde?

 

Julian: Ich verstehe, dass Sie mir Misstrauen entgegen bringen. Ich hab in der Vergangenheit tatsächlich keine Gelegenheit ausgelassen Ihre Autorität zu untergraben. Ich war in Sorge. Und schließlich war es ja nicht gesagt, dass es Ihnen wirklich gelingt Ihre Sucht in den Griff zu kriegen. Aber Ihre Worte heute Morgen, die habe ich mir zu Herzen genommen. Und ich bin’s leid ständig gegeneinander zu arbeiten. Ich hab erkannt, dass wir die gleichen Ziele haben.

 

Gabriele: Ich will aus dieser Schule kein Elite-Gymnasium machen.

 

Julian: Dieser Gedanke liegt längst hinter mir. Wir beide wollen das Beste für die Schüler. Und wer weiß, vielleicht wären wir ein hervorragendes Team, wenn wir erst zusammen arbeiten. Was sagen Sie? Wollen wir’s versuchen?

 

 

[Bergmann Villa]

 

Ben: Caro hat sich, glaube ich, noch nicht entschieden, ob sie das Kind behalten will oder nicht. Ich hätte nie gedacht, dass ich dich mal um Hilfe bitte. Aber jetzt brauche ich deinen Rat.

 

Stefan: Es liegt auf der Hand, was jetzt zu tun ist. Caro muss die Schwangerschaft abbrechen.

 

Ben: Ich finde nicht, dass wir das für sie entscheiden dürfen.

 

Stefan: Ben, es geht hier nicht nur um sie. Es geht auch um dich, um deine Zukunft. Für Caro ist die Schwangerschaft nur ein Mittel dich an sie zu binden, um an Geld zu kommen.

 

Ben: Dein Geld? Ich kann’s nicht fassen. Du glaubst, es geht Caro ums Geld? Mann, sie hat mir noch nicht mal freiwillig gesagt, dass sie schwanger ist. Kannst du dir vorstellen, was für ‘ne beschissene Situation das für sie sein muss?

 

Stefan: Wie soll denn das aussehen, wenn Caro das Kind bekommt? Ihr beide seid ja nicht mal ein Paar. Seien wir doch mal ehrlich. Der Verantwortung für ein Kind bist du noch lange nicht gewachsen.

 

Ben: Ein besserer Vater als du wäre ich alle mal.

 

Stefan: Schluss jetzt Ben! Sei einmal vernünftig und hör auf mich. Ich will doch nur das Beste für dich, Mensch!

 

Ben: Nein! Du willst das Beste für dich! Wie konnte ich bloß auf die Idee kommen, dass du mir einmal helfen würdest? Einmal…

 

 

[Büro von Frau Krawczyk]

 

Julian: Entschuldigung, Frau Krawczyk. Sind Sie schon dazu gekommen sich meine Akten anzusehen? Ihre Meinung ist mir wirklich sehr wichtig.

 

Gabriele: Alles in Ordnung Frau Jäger, wir machen dann später weiter. Ja, in den meisten Fällen stimme ich mit Ihnen überein. Einzig im Fall Florian Mauser, da würde ich doch nochmal das Elternhaus kontaktieren.

 

Julian: Entschuldigung, Frau Krawczyk. Es geht um das Chemielabor. Herr (Rieter?) hat mich auf die Fördergelder angesprochen.

 

Julian: Frau Krawczyk, ich bin’s nochmal. Oh, ich störe…

 

Julian: Frau Krawczyk…

 

Gabriele: Um ehrlich zu sein, hole ich gerade meine Mittagspause nach.

 

Julian: Gut, dann komme ich in einer Viertelstunde wieder, wenn’s recht ist. Ja?

 

Gabriele: Natürlich.

 

Julian: Guten Appetit.

 

 

[Saal 1]

 

Miriam: Caro Eichkamp ist schwanger? Von Ben?

 

Bea: Ja. Er hat’s heute erfahren.

 

Miriam: Sie war neulich auch hier und total durch den Wind. Hab mir schon gedacht, dass irgendwas nicht stimmt, aber schwanger?

 

Bea: Ja, es passt nicht zu Caro, dass sie ungewollt schwanger ist. Und dann ausgerechnet Ben. Ich dachte wirklich, er packt das mit dem Abi, aber ein Kind…so früh in dem Alter, das…

 

Miriam: Ach ja? (Da haste jetzt aber ins Wespennest gestochen, Bea…) Wir waren noch jünger!

 

Bea: Das ist was anderes. Bei dir und Piet…ihr wart verliebt, ihr wart ein Paar.

 

Miriam: Und jetzt steh ich hier und polier Gläser. Und hab mir meine Zukunftschancen vermasselt, weil ich so früh Mutter geworden bin.

 

Bea: So hab ich das nicht gemeint.

 

[Villa Bergmann]

[Ben steht in seinem Zimmer und hört über Kopfhörer Musik.

Flashback:

Bea: Caro ist schwanger-von Dir.

Caro: Du hast mit mir Schluss gemacht, schon vergessen? Ich war alleine als ich erfahren hab dass ich schwanger bin .Ich wusste nicht was ich tun sollte.

Flashback 2

Caro: Du gehst selbstverständlich davon aus dass ich es wegmachen lasse, he? Weißt Du was, Du bist genauso ein Arschloch wie Dein Vater.

Flashback 3

Stefan: Es liegt auf der Hand was jetzt zu tun ist. Caro muss die Schwangerschaft abbrechen.

Flashback Ende]

 

[Saal 1]

 

Miriam: Sag mal…kann es sein dass Du Dich weniger um Caro und Ben sorgst als darum dass er `n Kind mit ner andern kriegt?

 

Bea: Nein.

 

Miriam: Du hast gezögert. Gib`s zu ich hab Recht.

 

Bea: Nein, das mit Ben ist vorbei.

 

Miriam: In Deinem Kopf vielleicht, aber nicht in Deinem Herzen. Siehst Du? Mensch Bea das muss aufhören, ganz schnell. Es geht jetzt hier nicht mehr um Dich und Ben, es geht um Caro und Ben. Um `n Kind.

 

Bea: Ja, ich weiß.

 

[Villa Bergmann]

[Timo kommt zu Besuch]

Ben: Hey.

 

Timo: Alter gestern sah`s noch so aus als würd ich `n Kind bekommen. Und jetzt hast auf einmal Du das Problem und da hab ich mir gedacht: als Ex-werdender Vater kann ich Dir vielleicht `n paar Tipps geben. Hast Du schon mit Caro gesprochen?

 

Ben: Ich hab sie gefragt wann der Termin für die Abtreibung ist.

 

Timo: Autsch.

 

Ben: Ich hab aber auch keine Sekunde daran gedacht dass sie das Kind haben will.

 

Timo: Will sie?

 

Ben: Ja. Also vielleicht. Tz keine Ahnung. Auf jeden Fall erwartet sie irgendwas von mir, frag mich nicht was.

 

Timo: Naja, vielleicht…dass Du für sie da bist?

 

Ben: Caro ist stinksauer auf mich was ich auch absolut nachvollziehen kann aber…was kann ich schon tun?

 

Timo: Naja Du könntest mal darüber nachdenken was Du willst.

 

Ben: `N Kind?! D…das ist, das ist, das ist der Wahnsinn. Timo ich kann das nicht, ich, ich krieg nicht mal mein eigenes Leben auf die Reihe und Caro, eh mal ganz ehrlich, Caro, kannst Du, kannst Du Dir die als Mutter vorstellen?

 

Timo: Ehrliche Antwort?

 

Ben: Siehste? Ich auch nicht.

 

Timo: Ja…möchtest Du mal Kinder haben, irgendwann?

 

Ben: Ne. Mein Vater hat so gründlich versagt das, das kann ich meinen eigenen Kindern nicht antun.

 

Timo: He aber Du bist nicht Dein Vater.

 

[Volleyballumkleide]

 

Ben: Wir müssen reden.

 

Caro: Ihr habt’s gehört, verzieht Euch. Geht’s denn auch `n bisschen schneller? Ich hab noch keinen Termin. Und selbst wenn wirst Du ihn nicht erfahren. War’s das?

 

Ben: Ich hab mich vorhin scheiße verhalten. Ich war überfordert und wusste nicht was ich machen sollte.

 

Caro: Mhm, das hab ich gemerkt.

 

Ben: Man Caro dass kam einfach alles so schnell. Ich, ich, ich hatte überhaupt keine Zeit über irgendwas nachzudenken.

 

Caro: Und jetzt hast Du nachgedacht?

 

Ben: Ja, und ich hab mich entschieden. Ich will dass wir das Kind bekommen.